Deutsche Forschungsgemeinschaft / Fachinformationsdienste (FID)

Stand: 15.10.2026

Fachinformationsdienste (FID) sind das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte, moderne Rückgrat der wissenschaftlichen Informationsversorgung in Deutschland. Als strategische Nachfolger der früheren Sondersammelgebiete verknüpfen sie disziplinspezifische Literatur- und Quellenangebote mit digitalen Zukunftstechnologien.

Statt reiner Bestandsvorhaltung bieten FIDs heute passgenaue, digitale Services wie spezialisierte Fachportale, Open-Access-Infrastrukturen und Forschungsdaten-Hubs. Das folgende Verzeichnis bietet eine strukturierte Übersicht über die aktuellen DFG-Fachinformationsdienste sowie zentrale wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen.

Weitere Angebote sind:

Die Fachinformationsdienste (FIDs) sind in ein System von wissenschaftlichen Informations- und Infrastrukturlandschaften eingebunden.

Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Die „Nationale Forschungsdateninfrastruktur“ (NFDI) https://www.nfdi.de/ ist eine Initiative von Bund und Ländern, um die Verwaltung, Vernetzung und dauerhafte Sicherung von Forschungsdaten (nach den FAIR-Prinzipien) systematisch zu organisieren.

Während FIDs traditionell stark auf Literatur-, Medien- und Publikationsversorgung ausgerichtet sind, konzentriert sich die NFDI primär auf Forschungsdaten. Beide Welten wachsen jedoch immer stärker zusammen. FIDs arbeiten eng mit den jeweiligen fachspezifischen NFDI-Konsortien zusammen. Neben dem Basisdienst Base4NFDI https://base4nfdi.de/ existieren über 26 Konsortien (z.B. NFDI4Culture https://www.nfdi.de/nfdi4culture/, NFDI4Memory https://www.nfdi.de/konsortien-nfdi4memory/).

Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Die „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“ https://www.allianz-der-wissenschaftsorganisationen.de/ ist ein Zusammenschluss von Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland. Mit dem Schwerpunkt „Digitalität in der Wissenschaft“ https://www.allianzschwerpunkt-digitalitaet.de/ fördert die Allianz beispielsweise die Zusammenarbeit bei der Gestaltung von forschungsrelevanten Informationsinfrastrukturen.

European Open Science Cloud – EU Node

Die „European Open Science Cloud – EU Node“ https://open-science-cloud.ec.europa.eu/ ist eine Plattform zur Unterstützung der Benutzung von Daten und ergänzenden Angeboten in Europa im Rahmen multidisziplinärer und multinationaler Forschung nach den FAIR-Prinzipien.

Open-Access-Plattformen und Repositorien

Zentrale Open-Access-Plattformen und Repositorien sind:

  • BASE (Bielefeld Academic Search Engine): Eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Webressourcen und Open-Access-Dokumente, betrieben von der Universitätsbibliothek Bielefeld. https://www.base-search.net/
  • DOAJ (Directory of Open Access Journals): Das internationale Standardverzeichnis für qualitätsgeprüfte Open-Access-Zeitschriften. https://doaj.org/
  • DOAB (Directory of Open Access Books): Das Pendant zum DOAJ für frei zugängliche, wissenschaftliche Monografien und Sammelbände. https://www.doabooks.org/

open-access.network

Das „open-access.network“ ist eine zentrale, vom BMBF geförderte deutsche Kompetenz- und Vernetzungsplattform für alle Fragen rund um Open-Access-Publizieren, Transformation und Zweitveröffentlichung (inklusive nützlicher Tools wie dem oa.finder). https://open-access.network/

OpenAIRE

„OpenAIRE“ ist eine europäische Plattform zur Verknüpfung von Open-Access-Publikationen, Forschungsdaten und Projekten (mit spezifischen Community Gateways wie für die Digital Humanities). https://www.openaire.eu/